Philipp’s Travel Blog
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↑ Etappe von „USA — Auslandssemester in Boulder"

Eine internationale Truppe, ein riesiger Bus und die atemberaubende Wüste von Utah – dieser Trip hatte alles. Josh hatte die geniale Idee, unsere australisch-neuseeländische Crew in einen 15-Sitzer-Van zu packen und in Richtung Moab zu fahren. Arches National Park, Slickrock Mountainbiking wie auf dem Mars und wilde Beerpong-Abende machten das Wochenende legendär, auch wenn ich am Ende krank und völlig erschöpft den riesigen Bus ganz allein zurück nach Colorado fahren musste.

Ein 15-Sitzer voller Akzente, offene Schiebetüren im Nationalpark und Wüsten-Trails wie auf dem Mars."
  1. Roadtrip im riesigen 15-Sitzer Ford Transit (und offene Schiebetür-Action)
  2. Fahrt auf der landschaftlich spektakulären I-70 über die Bergpässe von Colorado
  3. Wanderung im Arches National Park bei spätsommerlicher Hitze
  4. Rage Cage und Beerpong in großer Runde am Abend
  5. Mountainbiking auf dem legendären Slickrock Trail – dem Ursprung des Sports
1 Ort · Route: Auto

Ein 15-Sitzer und die “Aussie/Kiwi”-Crew

Josh hatte die großartige Idee, unsere internationale Haupt-Freundesgruppe – größtenteils Australier und Neuseeländer – für einen Wochenendausflug zusammenzutrommeln. Das Besondere daran: Wir mieteten uns kurzerhand einen riesigen Ford Transit 15-Sitzer, eine Fahrzeugklasse, die ich in Deutschland nicht einmal mit meinem normalen Führerschein hätte bewegen dürfen. Aber: God bless America! Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits 25 Jahre alt war und eine passende Kreditkarte besaß, war die Buchung über mich am günstigsten und unkompliziertesten. Ich bin ohnehin ein leidenschaftlicher Autofahrer, also stellte ich mich liebend gerne als Chauffeur für die Truppe zur Verfügung.

Am Freitagmorgen holte ich den riesigen Bus zusammen mit Matt bei Hertz ab, bevor wir quer durch Boulder zur Pearl Street fuhren, um die restliche Truppe einzuladen. Die Stimmung war von der ersten Minute an grandios.

Über die Pässe in die Wüste

Schon die Hinfahrt wurde zu einem echten Erlebnis. Wir verließen Colorado in Richtung Westen über die I-70, eine landschaftlich atemberaubende Strecke. Der Weg führte uns über hohe Bergpässe, und es war faszinierend zu beobachten, wie sich die Natur allmählich veränderte – die grünen Berge wichen zunehmend karger, trockener Wüstenlandschaft. Auf dem Weg sahen wir aus dem Fenster sogar einige Amish-Familien in ihren traditionellen Kleidern, was noch einmal unterstrich, wie vielfältig Amerika ist. Unterwegs legten wir einen kurzen Zwischenstopp am Colorado River State Park ein und passierten später auch den markanten Mount Garfield.

Da wir vormittags losgefahren waren, den riesigen Bus navigieren mussten und uns bei einem Zwischenstopp im Walmart noch ordentlich mit Vorräten eindeckten, erreichten wir unser Ziel Moab erst spät. Ich teilte mir das Zimmer mit Jake, Josh und Joe. Am Abend ging es dann auch gleich richtig rund: Wir spielten Beerpong und Rage Cage, und in so einer großen Gruppe war die Stimmung einfach überragend.

Arches National Park: Bus-Surfen und Felsbögen

Dank meines America the Beautiful Passes konnten wir uns am nächsten Tag den Eintritt in den Arches National Park sparen. Dieser Park hat uns alle schlichtweg umgehauen. Wir wanderten zu den beeindruckendsten Felsbögen und bestaunten die surrealen Sandsteinformationen.

Eines der witzigsten Erlebnisse war jedoch die Fahrt selbst: Wir ließen während der langsamen Fahrt durch den Nationalpark einfach die Schiebetür des Ford Transit offen. Die Leute hingen leicht heraus, filmten die vorbeiziehende Wüste und genossen den warmen Spätsommerwind. Wir verbrachten fast den ganzen Tag im Park und kehrten am Abend für eine weitere Party-Runde in unser Quartier zurück.

Mountainbiken auf dem Mars und die harte Rückfahrt

Für den Folgetag stand ein echtes Action-Highlight auf dem Programm: Der weltberühmte Slickrock Trail. Dieser Trail gilt als einer der Ursprünge des Mountainbike-Sports. Wir liehen uns Bikes und stürzten uns ins Abenteuer. Das Terrain war komplett verrückt – man fühlte sich wie auf dem Mars. Man fuhr über endlose, nackte Sandsteinkuppen, die einem trotzdem einen unglaublichen Grip boten. Das Fahren machte wahnsinnig Spaß.

Leider stieß ich an diesem Tag körperlich völlig an meine Grenzen. Ich war etwas krank und angeschlagen, wodurch mir für diese extrem anstrengende Route schlichtweg die Kondition fehlte. Im Nachhinein hätte ich mir dort definitiv ein E-Mountainbike leihen sollen! Trotzdem war das bisschen, was ich fahren konnte, gigantisch und definitiv eines der Highlights der Reise.

Die wirkliche Herausforderung wartete aber ganz am Ende des Tages auf mich: Da ich der einzige zugelassene Fahrer war, musste ich angeschlagen und völlig erschöpft den riesigen 15-Sitzer die komplette lange Strecke zurück nach Boulder fahren. Es gab keinen Weg daran vorbei. Auch wenn das noch einmal richtig hart war, blieb der Moab-Trip ein absolutes Highlight – eine geniale Crew, verrückte Landschaften und unvergessliche Roadtrip-Vibes.