Slowenien war komplett underrated. Vor allem Bled, das Soča-Tal und die Bergregion rund um den Triglav waren ganz großes Kino. Dazu fünf Tage perfektes Kaiserwetter: Anfang Mai, alles knallgrün und blühend, oben noch weiße Berge. Piran war schön zum Spazieren, aber die Adria bleibt für mich schwierig, wenn es ums Baden geht. Ljubljana war nett für einen Stopp, aber nicht der Grund, warum ich zurück will.
„Grünes Tal, weiße Berge, Kaiserwetter - Slowenien hat komplett abgeliefert."
- Bledsee mit Burg auf dem Felsen
- Vintgar-Klamm und Rückweg mit Talblick
- Vršič-Pass mit Camper
- Soča-Tal und Boka-Wasserfall
- Piran-Runde an der Adria
Camper statt klassischer Rundreise
Unser erster Urlaub mit einem Camper war direkt eine kleine Sonderform: keine klassische Rundreise, sondern eine Roadsurfer-Camper-Überführung von München nach Graz. Mittwochabend los, erste Nacht auf einem Rastplatz vor dem Karawankentunnel, und am nächsten Morgen ging es richtig rein nach Slowenien.
Der erste Stopp war die Vintgar-Klamm. Sehr schön, aber auch ziemlich kalt. Fast noch besser als gedacht war die Wanderung zurück, weil man immer wieder diesen Blick über das slowenische Tal und die Berge bekommen hat. Und dann kam direkt dieses Grundgefühl der Reise: perfektes Kaiserwetter. Fünf Tage lang. Anfang Mai, alles extrem grün, alles blüht, oben liegen noch weiße Schneereste auf den Bergen.
Bled war sofort ein Volltreffer
Am Nachmittag waren wir am Bledsee und sind einmal um den See gelaufen. Vielleicht der schönste See, den ich je gesehen habe. Diese Burg auf dem Felsen, das ruhige Wasser, die ganze Runde so idyllisch - wirklich wow. Den Aussichtspunkt Mala Osojnica haben wir leider nicht geschafft, weil Tami krank war. Der kommt auf jeden Fall auf die Misslist. Generell war die Zeit in Bled zu knapp, da will ich nochmal hin.
Am nächsten Tag ging es über den Vršič-Pass Richtung Soča-Tal. Schon die Hinfahrt war Bilderbuch: sattgrün, alles am Blühen, dahinter weiße Berge. Der Pass selbst war super cool zu fahren und unser VW Grand California hatte auch genug Power. Tami war leider krank und entsprechend nicht ganz so motiviert, aber landschaftlich war das einfach großes Kino.
Im Soča-Tal waren wir zuerst am Ursprung der Soča. Im Wasserfall war leider relativ wenig Wasser, aber cool war es trotzdem. Danach die Tröge der Soča: eine unglaublich schöne Farbe, nur waren wir am Nachmittag schon etwas spät dran und das Licht war nicht mehr richtig in den Trögen. Genau deshalb ärgere ich mich ein bisschen über die Planung. Virje und Kozjak haben zeitlich nicht mehr reingepasst, und eigentlich hätte diese ganze Ecke mehr Zeit verdient. Immerhin haben wir den Boka-Wasserfall noch geschafft.
Adria, Piran und Ljubljana
Abends sind wir weiter Richtung Piran gefahren und haben in Triest auf einem Parkplatz mit Hafenblick geschlafen. Schon irgendwie witzig, dass man, wenn man nach Piran will, von Slowenien kurz durch Italien fährt. In Piran merkt man dann auch sofort, dass der Ort lange italienisch geprägt war. Ich fand es nett: schöne Gassen, Meer, gute Rundwege Richtung Portorož und zurück. Mein großer Kritikpunkt an der Adria und vor allem an Istrien bleibt aber: Zum Baden ist es für mich nicht ideal. Keine Sandstrände, hier nicht mal richtig Kies, eher Steine und Hafen. Zum Spazieren schön, zum Reinlegen ins Wasser weniger.
Am letzten vollen Tag haben wir noch bei der Predjama-Burg gestoppt - der größten Höhlenburg der Welt. Sah cool aus, wir sind aber nicht reingegangen. Den Rest des Tages haben wir in Ljubljana verbracht. Das Zentrum fand ich ganz nett, aber auch nicht super spektakulär. Ich bin halt ohnehin nicht der größte Stadt-Fan. Stark war aber Sarajevo 84: Ćevapčići nach Sarajevo-Art, und kurz war direkt dieses Jugo-Gefühl da.
Danach ging es weiter nach Graz. Wir haben nochmal auf einer Autobahnraststätte geschlafen, am nächsten Morgen den Camper unkompliziert zurückgegeben und dann noch ein bisschen Graz mitgenommen. Burger essen ging gut, viel mehr war mit Koffern aber auch nicht drin.
Fazit
Mein Fazit zu Slowenien: komplett underrated. Vor allem die Bergregion, Bled und das Soča-Tal will ich auf jeden Fall nochmal machen, dann mit mehr Zeit für den Triglav-Nationalpark. Vielleicht ist der Unterschied zu Österreich gar nicht riesig, aber dieses perfekte Anfang-Mai-Wetter mit grünen Tälern und weißen Bergen hat alles magisch gemacht. Piran war schön, aber meine Adria-Kritik bleibt. Ljubljana ist nett, wenn man sowieso vorbeifährt. Insgesamt trotzdem 5 von 5, weil Bled und die Berge wirklich wow waren.
- Adria zum Baden nichts für mich — kein Sand, eher Steine und Hafen
- Ljubljana nett, aber nicht spektakulär
- Tami war krank, dadurch weniger Energie für die Bergregion
- Mala Osojnica (Aussichtspunkt über Bled)
- Virje- und Kozjak-Wasserfall
- Triglav-Nationalpark mit mehr Zeit
- Soča-Tal bei besserem Licht
Slowenien
Im Atlas öffnenUnser erster Urlaub mit einem Camper - als Roadsurfer-Überführung von München nach Graz. Slowenien hat mich vor allem in den Bergen komplett überrascht: Bled war vielleicht der schönste See, den ich je gesehen habe, das Soča-Tal war farblich absurd schön, und der Vršič-Pass hat sich im VW Grand California richtig gut fahren lassen. Der große Wermutstropfen: Wir hatten zu wenig Zeit, Tami war krank, und vieles wie Mala Osojnica, Virje und Kozjak bleibt auf der Misslist.
„Completely underrated - vor allem Bled und das Soča-Tal."
- Bled See umrundet, Burg auf dem Felsen, unfassbar idyllisch. Mala Osojnica bleibt auf der Misslist.
- Vršič-Pass Schon die Hinfahrt war wow: sattgrün, blühend, weiße Berge, und der Camper hatte genug Power.
- Soča-Tal Ursprung der Soča, Tröge, türkisblaues Wasser. Zu wenig Zeit und spätes Licht — kommt wieder auf die Liste.
- Piran Italienisches Gefühl, schöne Rundwege Richtung Portorož, aber für mich keine Badeküste.
- Predjama-Burg Größte Höhlenburg der Welt — kurzer Stopp, sah cool aus, aber wir sind nicht reingegangen.
- Ljubljana Nettes Zentrum, Sarajevo 84 mit Ćevapčići nach Sarajevo-Art, aber als Stadt nicht super spektakulär.
- Vintgar-Klamm Erster richtiger Stopp. Schöne Klamm und Rückweg mit Talblick.
- Burg Bled Die Burg über dem See — einer dieser Blicke, die sofort hängen bleiben.
- Boka-Wasserfall Immerhin noch geschafft, bevor es weiter Richtung Küste ging.
- Sarajevo 84 (Restaurant) Ćevapčići nach Sarajevo-Art — kurz war direkt dieses Jugo-Gefühl da.
- Ursprung der Soča Ursprung der Soča.
- Tröge der Soča Tröge der Soča.
- Portorož Küstenort bei Piran.
Österreich
Im Atlas öffnenGraz war vor allem der Zielpunkt der Camper-Überführung. Rückgabe morgens unkompliziert, danach noch Burger und ein bisschen Stadt - mit Koffern aber eher eingeschränkt.
„Graz als Ausklang, nicht als eigentlicher Trip."
- Graz Camper-Rückgabe, Burger, kurzer Stadt-Ausklang mit Koffern.